Sicherer SUP Spaß mit Kindern – so klappt’s auch für die Kleinen

SUP ist nur was für Jugendliche und Erwachsene?

Von wegen! Auch Kindern bereitet das Paddeln über das Wasser oft riesige Freude. In diesem Beitrag erfährst du, was es hinsichtlich SUP für Kids zu beachten gilt und wie du das Ganze am besten angehst, um deiner oder deinem Kleinen und dir selbst großen Spaß ohne Risiko zu schenken!

Allgemeines zu SUP für Kinder

Prinzipiell spricht nichts dagegen, Kinder schon frühzeitig mit SUP in Berührung zu bringen. Der Trendsport hat keinerlei negative Auswirkungen auf die heranwachsenden Mädels und Jungs (weder körperlich noch geistig) – im Gegenteil: Er zeigt deinem Nachwuchs gleich, dass Bewegung nicht immer nur Qual, sondern manchmal auch etwas richtig Schönes ist. Zudem unterstützt Stand Up Paddling die Entwicklung des Kindes.

  • der motorischen Fähigkeiten,
  • des Gleichgewichtssinns,
  • der Koordination und
  • der Konzentration

Ich empfehle dir, dein Kind erst dann auf ein SUP Board zu lassen, wenn es schwimmen kann. Schließlich passiert es selbst dem erfahrensten Erwachsenen ab und zu, dass er urplötzlich aus dem Tritt kommt und ins kühle Nass fällt. Auch um dem Nachwuchs möglichst schnell die Angst vor dem Wasser zu nehmen, ist ein früher Schwimmkurs ratsam.

Tipp: Beherrscht dein Kind die Kunst des Schwimmens noch nicht, will aber dennoch SUP lernen,
solltest du es nur in flachem Wasser paddeln lassen und unbedingt die ganze Zeit beaufsichtigen.

Ab Wann können Kinder Sup fahren lernen.

Ab fünf bis sechs Jahren sind Kinder so weit, SUP zu “verstehen” und praktisch anzuwenden. Besser ist es, wenn das Mädchen oder der Junge schon sieben oder acht Jahre auf dem zarten Buckel hat, ehe es oder er mit Stand Up Paddling beginnt. In dem leicht fortgeschrittenen Kindesalter sind die kognitiven und auch die physischen Voraussetzungen für sicheres SUP noch mehr gegeben.

Was die SUP Ausrüstung für den Nachwuchs betrifft, sind diese Elemente unverzichtbar:

  1. geeignetes SUP Board
  2. passendes Paddel
  3. Boardleash
  4. Schwimmweste
  5. Sonnenschutz*

Leider wird der Sonnenschutz häufig vergessen oder (dummerweise) einfach ignoriert. Er ist jedoch sehr wichtig, manchmal lebenswichtig – insbesondere für kleine Kinder, die naturgemäß sehr empfindlich auf UV Strahlung reagieren.

Setze deinem Nachwuchs also eine stylische Cap auf, die ihm gefällt, und versorge ihn am gesamten Körper mit einer Sonnencreme, die einen hohen Lichtschutzfaktor aufweist. Nur so kann dein Kind das SUP Abenteuer voll und ganz genießen.

Wichtig: Wagst du dich mit deinem Kind in tiefere Gewässer vor, in denen es nicht mehr stehen kann, sollte es zwingend eine seinem Alter entsprechende Schwimmweste (mit Zertifikat, um die Qualität und damit auch die Funktionalität des Produktes zu gewährleisten) tragen.

Selber paddeln oder doch mit Mama/Papa?

In Bezug auf SUP für Kinder warten zwei Möglichkeiten: Entweder lernt dein Kind von Anfang an, selber auf seinem eigenen Brett zu paddeln, oder du führst es auf einem sogenannten Familienboard in die Sportart ein. Im Folgenden stellen wir dir Familienbretter und Kinderboards etwas näher vor.

Familienboards für den gemeinsamen Spaß

Im Handel gibt es verschiedene Allround Boards für Erwachsene zu kaufen, die als Familienbretter genutzt werden können. Das ausgewählte Modell sollte stabil im Wasser liegen und für höhere Gewicht freigegeben sein. Addiere einfach dein Gewicht und das Gewicht deines Kindes, um die
Belastung zu ermitteln.

Hinweis: Auf einem Familienboard fährt dein Kind quasi als Passagier mit. Das heißt, du paddelst und dein Nachwuchs macht es sich derweil vor dir gemütlich und genießt die Fahrt. Demnach eignen sich Allround Boards vor allem für Familien mit sehr kleinen Kindern, die noch nicht groß genug
sind, um SUP selber zu üben.

Kinderboards zum Stand Up Paddling

SUP Boards für Kinder sind an das geringere Körpergewicht der Kleinen angepasst. Das heißt, sie kommen kürzer und auch etwas schmaler daher als Bretter für Erwachsene. Durch diese Bauweise verhalten sich die Kinder SUP Boards wendiger als ihre “großen Brüder” und bescheren den Mädels und Burschen eine Menge Spaß. Ob die Kids üben, Touren mit ihren Eltern bewältigen oder einfach nur im Wasser herumtollen wollen: SUP Bretter für Kinder vereinen alles, was für einen jungen Paddler von Bedeutung ist.

Inflatables versus Hardboards für Kinder?

Für Kinder gibt es sowohl sogenannte Inflatables als auch klassische Hardboards zu kaufen. Inflatables sind aufblasbare SUP Boards. Sie empfehlen sich vor allem für sehr junge Kinder. Mit einem solchen Brett ist der Nachwuchs ein wenig flexibler (etwa bei Hindernissen wie Steinen). Zudem verringert sich bei einem Sturz das Verletzungsrisiko (leichterer Aufprall). Auch ist ein Inflatable meist stabiler ( Kanten oder Steine ) als ein Hardboard. Hardboards, wie sie Erwachsene verwenden, sind natürlich authentischer und cooler. Dein Kind sollte aber erst dann auf einem harten Modell paddeln, wenn es mit SUP vertraut ist.

Kurz und knapp: Mit einem Inflatable beginnen und später auf ein kindgerechtes Hardboard umsteigen.

Wichtige Eigenschaften eines Kinder SUP’s

Länge

SUP Boards für Kinder sollten zwei bis maximal drei Meter lang sein.

Breite

Ein Brett für Erwachsene ist in der Regel um die 76 Zentimeter breit (über 30 Zoll) – zu viel für Kinder. Bei einem solch hohen Maß kriegt dein Nachwuchs das Paddel möglicherweise nur schräg ins Wasser, was das Vorankommen stark erschwert und damit einhergehend logischerweise auch die Freude
hemmt. Aus dem Grund sind Kinder SUP Boards schmaler designt – die Breite liegt gemeinhin bei etwa 60 bis 70 Zentimetern.

Dicke

Des Weiteren unterscheiden sich SUP Boards für Kinder in der Dicke von Brettern für Erwachsene. Sie sind ein wenig dünner und messen circa zehn Zentimeter (vier Zoll). Dank des geringeren Volumens gelingt es der oder dem Kleinen, das Board durch Gewichtsverlagerung unter Wasser zu drücken, um rasch und gezielt zu wenden, wenn es erforderlich ist.

Gewicht

Apropos Gewicht: Um dem Nachwuchs die Möglichkeit zu geben, sein SUP Board selber durch die Gegend zu tragen, muss es erheblich leichter sein als ein Brett für Erwachsene. Es sollte nicht viel mehr als sieben Kilogramm auf die Waage bringen. Hinweis: Prüfe VOR der Bestellung eines Bretts das maximale Belastungsgewicht für das SUP Board, das du anvisierst, und stell dein Kind noch einmal auf die Waage. Unter Umständen musst du doch auf
ein Brett für Erwachsene ausweichen. Wiegt dein Nachwuchs mehr, als das Brett verträgt, sind die Füße dauerhaft im Wasser, was nicht im Sinne des SUP Erfinders ist.

Board Oberfläche

Achte beim Kauf eines SUP Boards für dein Kind auf eine solide Oberfläche, die der oder dem Kleinen eine gute Haftung bietet. Hochwertige Inflatables und Hardboards für Kids lassen diesbezüglich keine Wünsche offen.

Paddel

Fast noch wichtiger als das Board ist das Paddel. Mit einer Ausführung für Erwachsene kann der Nachwuchs nichts anfangen (weil viel zu groß und zu lang). Er braucht unbedingt ein leichtes, kurzes und verstellbares Modell.

Warum verstellbar?

Ganz einfach: Dann wächst das Paddel mit dem Kind mit und du musst es nicht jährlich austauschen, sondern lediglich anpassen. Zudem lässt sich ein verstellbares Paddel an die individuellen SUP Vorlieben des Nachwuchses adaptieren (hinsichtlich Standpositionen und Paddelhaltungen – kniend versus stehend).

Die Blattgröße des SUP Paddels für Kinder sollte etwa 450 bis 550 Quadratzentimeter betragen, also kleiner sein als bei einem Paddel für Erwachsene. Ansonsten ist der Kraftaufwand im Wasser deutlich zu groß und dein Nachwuchs kommt nur langsam voran.

Tipp: In Sachen Material empfiehlt es sich, im Zweifelsfall lieber ein günstiges Kunststoff Aluminium Modell zu wählen als ein teures Carbon Paddel zu kaufen, das dem Kind dann zu schwer ist. Achte also immer auch auf das Gewicht des Paddels.

Praktische Tipps zum ersten Mal

Wir beziehen uns selbstverständlich auf das erste Mal SUP – für alles andere hat dein Kind ja sicherlich noch Zeit… Bei den ersten SUP Einheiten sollten verschiedene Voraussetzungen erfüllt sein, die wir dir gleich in Form eines kleinen Regelwerks vorstellen.

Regel #1: Flaches Gewässer

Um deinem Kind den Einstieg in den SUP Sport zu erleichtern, ist flaches Gewässer essenziell. Erinnerst du dich an deine ersten Versuche auf dem Board? Ja? Dann weißt du sicherlich auch noch, dass du deine SUP Premiere ebenfalls in flachen Wassergefilden feiertest – und das, obwohl du vermutlich erst als erwachsene Person angefangen hast, Stand Up Paddling zu betreiben. Somit kannst du dir gut vorstellen, dass ein kleines Kind noch mehr darauf angewiesen ist, sich im Wasser möglichst sicher zu fühlen – ein Kriterium, das tiefere Gefilde nicht erfüllen.

Regel #2: Ruhiges Gewässer

Das Wasser sollte nicht nur flach, sondern auch ruhig sein. Andernfalls muss das Kind nicht nur gegen seine Aufregung und die anfänglichen Gleichgewichtsprobleme (die normal sind!) ankämpfen, sondern auch noch gegen Wind und wilde Wellen. Dies gilt es unbedingt zu vermeiden.

Tipp: Der windgeschützte Bereich eines Sees ohne Schiffsverkehr ist optimal. Alternativ kommt allerdings auch ein Meer ohne starken Wellengang infrage.

Regel #3: Touren? Jein!

Kann man mit Kindern auch schon Touren paddeln? Dies ist eine häufig gestellte Frage von SUP begeisterten Eltern, die sich weder mit einem eindeutigen Ja noch mit einem klaren Nein beantworten lässt. Den alles entscheidenden Faktor bildet die Lust des Kindes – abgesehen davon, dass es Stand Up Paddling schon sehr gut beherrschen muss, um überhaupt in der Lage zu sein, zwei oder drei Stunden dauernde Ausflüge auf dem Brett zu meistern.

Hinweis: Frag deinen Nachwuchs, ob er eine Tour mit dir unternehmen möchte. Für den Fall, dass ihr auf große Paddelfahrt geht, solltest du reichlich Pausen an Land einplanen. Kids werden schneller müde (physisch wie psychisch). chte außerdem darauf, dass es auf eurer Tour viel (Kindgerechtes) zu entdecken gibt.

Mein Fazit zu Kinder mit und auf dem SUP

Führe dein Kind ruhig in die faszinierende SUP Welt ein – du tust ihm damit definitiv einen Gefallen. Wichtig ist nur, dass du seine Bedürfnisse berücksichtigst und ihm eine Ausrüstung zur Verfügung stellst, die es schützt und ihm den Einstieg in den Wassersport erleichtert.

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