Snowboards – alles was du Wissen musst um das richtig Board zu wählen

Die unterschiedlichen Fahrertypen. Lange Abfahrten durch tiefen Schnee, Geschwindigkeitsrausch und meterweite Sprünge zählen zu den Leidenschaften von Freeride-Fahrertypen.

Abenteuerlust, sportliches und dynamischen Snowboarden und ein “darauf los preschen” sowie das Suchen nach Herausforderungen bei Kickern oder auf Rails, zählen zu den Merkmalen, die einen Freestyle-Snowboarder ausmachen. Geschwindigkeit finden Snowboard Racer auf langen Pisten.

Hier findest du interessante und tiefergehende Beiträge zu Thema Snowboard.

Geschichte und Entstehung des Snowboards.

Es begann Ende der 20er Jahre, als der US-Amerikaner M.J. Burchatt eine Sperrholzplatte nahm, darauf Riemchen montierte und seine Füße hineinsteckte, um eine kleinen, schneebedeckten Hügel in Utah hinunter zu gleiten. 30 Jahre später, im Jahre 1965, entwarf der Amerikaner Sherman Poppen für seine Tochter ein neues Schnee-Spielzeug.

Er nahm zwei Skier, band diese nebeneinander zusammen und befestigte an den Frontspitzen ein Seil für mehr Führungskontrolle und Standstabilität. Da es an eine Surfboard für Schneefahrten erinnerte, taufte er seiner Erfindung “Snurfer”. Er ließ den Snurfer als Kinderspielzeug patentieren sowie produzieren und verkaufte ihn eine Million Mal. Mit dem Snurfer wurden erstmals an das heutige Snowboard erinnernde Wettkämpfe von Sherman Poppen organisiert.

Knapp 10 Jahre später hat der damals noch junge US-Amerikaner Jake Burton den Grundstein des heutigen Snowboards gelegt. Während bereits zahlreiche Abwandlungen von Schlitten dem Snurfer ähnelten, so konzentrierte er sich vermehrt auf die Bauart von Skiern und brachte 1975 das erste Snowboard mit dem Namen “Backhill” auf den Markt. Während viele Erwachsene bei dem Snurfer-Spielzeug Bedenken des Gefahrenrisikos hatten, wurde das erste Snowboard mehr als Skier betrachtet und fand weltweit einen immer mehr zunehmenden Anklang bei Wintersportlern.

Das Snowboarding schaffte es bis zu einer olympischen Disziplin und wurde erstmals 1998 in Japan bei den olympischen Winterspielen aufgenommen. Bis heute haben sich in den USA 25 Millionen Menschen und in Deutschland knapp 15 Millionen Frauen, Männer und Jugendliche von dem Snowboard als Wintersportart begeistern lassen – Tendenz steigend. Aufgrund dessen werden immer wieder neue Techniken entwickelt, die dem wachsenden Ansprüchen der Snowboarder und derer, die es werden wollen, gerecht zu werden.

Eigenschaften der verschiedenen Board-Vorspannungen.

Vorspannung

Bei einer Vorspannung am Snowboard handelt es sich um eine Eigenspannungsfunktion, welche ein Entgegentreten der Kräfte zur Folge hat, die beim Fahren durch beispielsweise das Körpergewicht und die Fliehkraft, entstehen. Unterschieden wird hierbei zwischen positiver und negativer Vorspannung sowie auch Boards ohne Vorspannung erhältlich sind.

Chamber

Das Chamber Snowboard weist eine positive Vorspannung auf. Hier befinden sich die Schnee-Kontaktpunkte bei einem flach auf dem Schnee liegenden Board, zwischen dem Snowboard-Ende und der Bindung. Dadurch kommt es zu einer hohen Laufruhe sowie einem guten Pop und macht das Chamber Snowboard zu einem sprungfreudigen Modell mit zusätzlichem guten Kantengriff. Entwickelt wurde es, um den Ansprüchen erfahrener und geschwindigkeitsliebenden Snowboarder gerecht zu werden, die gern carven und Pisten als dem Powder vorziehen. Race- sowie All Mountain-Boards verfügen in der Regel über die Camber-Technologie.

Rocker

Das Rocker Board besitzt eine negative Vorspannung. Das bedeutet, die Boardmitte liegt auf dem Schnee und stellt den Kontaktpunkt dar. Boardende und -front, die auch als Nose und Tail bezeichnet werden, sind leicht nach oben geneigt. Diese Bauweise zeigt sich in der Drehfreudigkeit von Vorteil.

Sie verzeiht Fehler schneller und lässt das Board weniger verkantungsanfällig werden. Es werden Boards angeboten, die eine Rocker-Vorspannung von Nose zum Tail aufweisen sowie sich auch nur zwischen den Bindungen befinden können. Mit diesen Eigenschaften eignet sich ein Rocker-Board optimal fürs Snowboarden mit einem Freestyle-Board in Funparks sowie für Anfänger und Kinder.

Flat

Bei einem Flat Board kommt nur eine minimale bis gar keine Vorspannung zum Einsatz. Wie der Name bereits verrät, liegt das Board nahezu flach auf der Schneeoberfläche und kontaktiert diesen mit der gesamten Boardbodenfläche. lediglich die Nose und der Tail sind minimal angehoben.

In dieser Technologie verbinden sich einige Vorteile aus einer negativen wie auch positiven Vorspannung. So zeigt es sich zum Beispiel drehfreudig wie ein Rocker Board, aber gleichzeitig ist ein guter Kantengriff wie bei dem Camber Board, gegeben. Allerdings wird bei dieser Technologie die Sprungfreudigkeit minimiert. Für das Snowboarden in Funparks ist das Flat Board dennoch gut geeignet.

Unterschiedliche Shapes und Bindungspositionen von Snowboards.

Je nach dem, welcher Anspruch an das Snowboarden und Komfort besteht oder über welche Fahrerfahrung verfügt wird, können Boards in unterschiedlicher Bauweise beziehungsweise Form und Ausstattung ausgewählt werden. Vorrangig ist der sogenannte Shape von großer Bedeutung. Darunter ist die Formgebung zu verstehen, die sich auf die Taillierung des Boards, die Boardbreite sowie die Formgebung von Nose und Tail bezieht.

Freeride Snowboard

In der Regel besitzt das Freeride Board einen Directional Shape. Darunter ist eine breitere Taillierung der Nose zu verstehen, die zudem stärker gebogen ist. Dadurch kommt es zu einer größeren Auflagefläche. In Zusammenhang mit der Bindungsposition wird dadurch vor allem das hintere Bein entlastet, weil der Kraftaufwand minimiert wird.

All Mountain Snowboard

Überwiegend zeigen sich All Mountain Boards mit einem Directional oder Directional-Twin Shape mit einer mittigen Bindungsposition oder einem leichten nach hinten versetzten Setback. Unter dem Directional Twin ist ein Mix aus Directional Shape und einem Twin-Tip Shape. Dies ermöglicht die minimal verlängerte Nose sowie breitere Auflagefläche der Nose. So bietet das All Mountain Board eine optimale Voraussetzung für das Snowboarden auf jedem Terrain. Das All Mountain Board für den Freestyle ebenso interessant wie für den Freeride. Vor allem für Anfänger eignet sich das Board, die nicht bei jedem Fortschritt und Terrainwechsel ein neues Board kaufen wollen.

Freestyle Snowboard

Meist werden Freestyle-Boards in einem Twin-Shape angeboten. Eine mittige Bindungsposition ist hier gegeben. Tail und Nose verfügen über eine gleiche Länge, so dass Rückwärts- und Vorwärtsfahren gleichermaßen gut möglich sind. In der Regel sind Freestyle Boards speziell für das Boxen über Rails oder Kicken in Funparks weicher konstruiert und sind etwas kürzer in ihrer Länge, was sie auch für Einsteiger geeignet macht. Wenn Du großer Kicker fährst, bieten Dir Freestyle-Boards mit einem höheren Härtegrad mehr Kontrollsicherheit, setzen aber ein fortgeschrittenes Fahrkönnen voraus.

Spiltboards

Splitboards bieten Dir eine optimale Alternative zu anderen Boards, wenn Du Touren-Skier-Funktionen mit Snowboard-Funktionen kombinieren möchtest. Durch einen Mechanismus kann ein Splitboard in zwei Hälften, als zwei Skier geteilt und bei Bedarf wieder zu einem Teil zusammengesetzt werden, damit ein Snowboard entsteht. Plitschards sind in allen Shapevariationen erhältlich, gleich ob eine breite Nose oder ein Swallow-Tail gewünscht wird.

Vor allem für Anfänger eignen sich die Allround-Ausführungen von Splitboards, damit diese in allen anfänglichen Situationen ein gutes Gefühl erhalten. Während Anfänger Bindungskits mit Möglichkeit der eigenen Softbindungsmontage bevorzugen, setzen ambitionierte Tourenfahrer auf eine leichte Splitboard-Bindung.

Jib Snowboard

Die Bauform von Jib-Boards ähneln dem Freestyle-Board mit Twin-Shape. Sie sind in verschiedenen Härtegraden und Längen erhältlich, sodass sie speziell für die Ansprüche von Boxen und Rails gerecht werden lässt. Sie unterscheiden sich von anderen Boards durch leicht nach oben abgerundete Kanten, die auf Metallrails einen Hang-Up zu vermeiden und die Kanten haltbarer zu gestalten. Da sie auch in puncto Turns und Slidings nur mit erfahrener Fahrpraxis Spaß machen, sind Jib-Boards weniger für Anfänger und Funpark-Einsteiger weniger geeignet. Auf Pisten sorgen sie für weniger Halt durch die Kantenhochhebung.

Unterschiede zwischen den Boardtypen.

Freeride vs. Freestyle

Freeride-Boards unterscheiden sich für Freestyle-Boards in erster Linie dadurch, dass sie länger gefahren werden. Sie sind meist länger als Freestyle-Boards, die zwischen 130 Zentimeter und 165 Zentimeter erhältlich sind, während dieses wiederum im Vergleich zu einem Freeride-Board, flexibler ist. Zudem besitzt das Freeride-Board einen Directional Shape und das Freestyle-Board überwiegend einen Twin-Shape.

Das Freeride-Board eignet sich für das Tiefschnee-Snowboarden und kann auch zum Carven auf Pisten oder für einige Tricks verwendet werden. Das Freestyle-Board ist zum Springen und Landen entwickelt worden und ist vor allem in Funparks auf Rails und Kickern zu Hause. Die Bindungsposition ist meist mittig, während beim Freeride-Boards die hintere Bindung zurückgesetzt ist, damit im tiefen Schnee unter anderem die Nose sich nicht in den Schnee einsteckt und die Geschwindigkeit unnötig bremst.

All-Mountain Board vs. Freeride und Freestyle Boards

Das All-Mountian Snowboard hingegen bildet einen Mix aus Freeride und Freestyle Boards. Im Prinzip unterschiedet es sich von den beiden Boardtypen nur durch eine unterschiedliche Konstruktion, bei der zu einer verbesserten Verteilung des Körpergewichts auf die Kanten kommt. Dazu verbreitet sich das Snowbaord in Richtung Kanten um circa drei Millimeter. Während bei Freestyle und Freeride Boards eine gewissen Fahrkenntnis sowie -erfahrung vorhanden sein sollte, eignet sich das All Mountain Board optimal für Unentschlossene und Anfänger.

Das Splitboard im Vergleich

Bei einem Splitboard handelt es sich um ein “Multifunktions-Gerät”, das aus zwei zusammengesetzten Teilen ein Snowboard ergibt und auseinandergelegt, Touren-Skier zeigt. In ihrer Bauweise sind Splitboards den Freeride Board sehr ähnlich. Durch die Umfunktionierung zu Touren-Skiern können diese neben dem Snowboarden auch zum Skifahren benutzt werden und erlauben das Aufsteigen mit ihnen, während Snowboarder mit den anderen Boards weniger mit diesen an den Füßen aufsteigen können.

Die optimale Snowboard-Größe.

Die Längenbestimmung eines Snowboards basiert mit wenigen Ausnahmen auf der Körpergröße. Die Faustregel besagt, dass ein Board mindestens vom Boden bis zum Kinn oder höchstens bis zum Mund reichen sollte. Für das Mountain Fahren sowie Boards für den Freeride sind in der Regel länger und erreichen eine optimale Länge auf Nasenhöhe.

Anfänger sollten hier stets eine Länge wählen, die unterhalb der Nasenhöhe liegt. Das hat den Vorteil, dass sie leichter zu drehen sind und Kurven-Übungen leichter fallen. In Abhängigkeit der Länge, bestimmt auch die Boardbreite darüber, ob ein leichteres Erlernen ermöglicht wird. Dies bezieht sich insbesondere auf Dich, wenn Du sehr große Füße mit einer Schuhgröße von 44 oder 45 besitzt. Hier empfiehlt sich ein Wide-Board als Anfänger zu bevorzugen, damit die Kontaktpunkte beibehalten werden und einer Verkantung der Füße im Schnee vorgebeugt wird. Freestyle Boards sind zwischen 130 Zentimetern und 165 Zentimeter erhältlich.

Das längste Modell ist für Snowboarder mit einer Größe von um die 180 Zentimetern geeignet. Bei 165 Zentimeter Körpergröße ist ein Board zwischen 145 und 152 Zentimeter optimal. Als Orientierungshilfe kannst Du Deine Schulterhöhe messen. Grundsätzlich sollte ein Freestyle-Board nicht länger als Kinnhöhe sein. Allerdings kann auch jederzeit ein kürzeres Board gewählt werden. Je kürzer es ist, desto schnittiger ist es, bietet aber auch weniger Stabilität, was wiederum viel Fahrerfahrung voraussetzt.

Bindungen und Boots – darauf sollte beim kauf geachtet werden.

In erster Linie sollte Deine Schuhgröße auch bei der Snowboard-Wahl eine Rolle spielen, denn wenn Du einen sehr großen Fuß hast, solltest Du Dir ein Wide-Board zulegen, das über eine größere Breite verfügt. Hier gilt generell, dass die Boots nicht mehr als zwei Zentimeter über die Board-Kante stehen dürfen. Ausschlaggebend ist vor allem der Komfort eines Boots, weshalb Du eine Details beachten solltest. Erste Grundregel ist bei der Bootsauswahl, dass die Größe stimmt. Als Richtlinie kann die eigene Schuhgröße dienen.

Bei Online-Käufen steht oft eine Messtabelle zu Verfügung, nach der die benötigte Bootsgröße bestimmt werden kann. Die optimale Bootsgröße ist gegeben, wenn beim in die Hocke gehen, Luft zwischen Fuß- und Bootsspitze besteht. In Materialfragen setzen Freerider vermehrt auf härtere Boots, die ihnen eine verbesserte Kraftübertragung ermöglichen. Freestyler mögen es lieber flexibler. Es sind verschiedene Schnürungen bei Boots erhältlich, die über den jeweiligen Halt von Bedeutung sind.

Schnürbindung mit Schleife

Die klassische Schnürung ist vor allem bei Freeridern weit verbreitet. Vor allem wegen dem hohen Anspruch an Bewegungsfreiheit, schätzen Freerider diese Schnürmethode, weil sie erlaubt, die Bootsweite optimal anpassen zu können. Ein fester Kern an den Schnürsenkeln sorgt dafür, dass die Schnürung nicht während der Fahrt aufgeht. Allerdings zieht sich das Schnürband meist durch immer wieder neue Dehnungen, weshalb die Schnürungsstärke meist öfter am Tag nachjustiert werden muss.

Schnellschnürsystem

Hierbei handelt es sich um ein extra für Sportschuhe entwickeltes Schnürsystem, das entweder den gesamten Boots einschließt oder sich in bis zu drei Bereiche einteilt. Das System basiert auf einer Schnürung, wie beim Schnürungsklassiker, aber nicht durch eine Schleife verschlossenen wird, sondern durch ein Ziehsystem. Hier werden beide Schnürbänderenden durch einen Roll- und Sperrmechanismus zum Zusammenziehen der Schnürbänder gezogen. Per Druckknopf kommt es zum Lösen der Schnürbänder. Durch die Mehrfachbereiche können beispielsweise Fuß und Sprungglenks- und/oder Fersenbereich getrennt von einander geschnürt werden, was zu noch mehr Anpassungsfähigkeit eines Boots führt.

Boa- Schnürung

Bei der Boa-Schnürung funktioniert das Prinzip genauso, wie bei dem Schnellschnürsystem. Allerdings werden hier nicht einfache Schnürsenkel oder -bänder verwendet, sondern es kommen Drähte zum Einsatz. Diese können individuell über entsprechende Rädchen eingestellt werden. Dieses System bietet vor allem für Freerider mehr Sicherheit.

Die Bindung

Die Wahl einer Bindung sollte stets in Verbindung mit dem jeweiligen Einsatzbereich des Snowboards erfolgen. Während Anfänger und Freestyler in der Regel weichere Bindungen vorziehen, sind bei Freeridern härtere Bindungen für eine bessere Kraftübertragung weit verbreitet.

Unterschieden wird zudem bei Bindungen zwischen offenen und geschlossenen. Am beliebtesten ist die 2-Strap-Bindung, welche über den Zehen und am Sprunggelenk verläuft und durch ein Ratsch- und Klicksystem befestigt werden. Bei einer 1-Strp-Bindung sind hingegen die Straps zwischen Zehen- und Sprunggelenksbereich miteinander verbunden, so dass sich hieraus eine geschlossene Bindung ergibt. Auch diese wird mittels eines Ratschen-Verschlusses verschlossen. Dies ist im Gegensatz zur 2-Strap-Bindung, die schnellere Variante.

Die verschieden Einsatzgebiet der Board-Typen.

Für das Fahren auf Kickers, in Funparks sowie auf Rails und Halfpipes eignen sich die Freestle-Snowboards am besten. Aufgrund ihres Twin-Shapes, sind Switches kein Problem, weil eine gleichbleibende Performance gewährleistet ist. Für Fahrten in Pulver- und Tiefschnee sind Freeride-Snowboards bestens geeignet. Da durch den Shape die Nose breiter ausfällt als der Tail, minimiert dies den Kraftaufwand des hinteren Fußes und das Risiko, dass die Nose im Tiefschnee versinkt, reduziert sich. Zudem erhältst Du mit dem Freeride-Snowboard den passenden Auftrieb für das Tief- und Pulverschnee-Fahren.

Als sogenannte Allround-Boards können die All-Mountain Snowboards angesehen werden. Wenn Du noch nicht Deinen bevorzugten Fahrstil entdeckt hast, Du als Anfänger auf das Board steigst oder gern in unterschiedlichen Terrains snowboardest, bietet Dir das All-Mountain Snowboard eine optimale Option für den Kauf. Der gesamte Aufbau des All Mountains zeigt sich sehr kompromissvoll in den unterschiedlichsten Situationen.

So lernst Du Snowboarden am besten.

Es spricht sicherlich nichts dagegen, Deine ersten Snowboard-Versuche allein zu versuchen. Auf diese Weise kannst Du erste Erfahrungen machen und Dir ein erstes Gefühl für das Board verschaffen. Aber aus langer Sicht betrachtet, ist ein Snowboard-Kurs empfehlenswert, da Snowboarden schwieriger ist, als Skifahren und so auch theoretische Details zur Sprache kommen, die Du bei reinen praktischen Übungen nicht erfahren würdest und unbedingt wissen solltet, bevor Du Dich auf den Weg zur ersten Pistenabfahrt begibst.

Für das eigenständige Üben und Erlernen solltest Du Dich zuerst auf ein flaches Schneegebiet begeben, um erst einmal das Gefühl zu entwickeln, wie es ist, wenn Du mit beiden Beinen fest und mit festgeschnallten auf dem Board stehst. Bewege Dich hin und her, drehe Deinen Oberkörper, gehe in die Hocke und verlagere Dein Gewicht. Das sind alles Übungen, die Du vor der ersten Fahrt machen sollten, um Balance zu üben und diese in den verschiedensten Situationen halten zu können. Die optimale Haltung ist ein mittiger Schwerpunkt, bei dem die Knie leicht angewinkelt sind und der Oberkörper aufrecht steht.

Wenn das gut klappt, kannst Du kleine Hüpfsprünge machen, die erst nur in die Höhe gehen. Klappt das auch, kann die Boarddrehung geübt werden, indem beim Hüpfen über das Becken eine Drehung erfolgt. Auch das richtige Stürzen sollte von Anfang an geübt werden, um sich nicht unnötig weh zu tun und vor allem, um sich vor Verletzungen zu schützen.

Fällst Du vornüber, gehst Du in die Knie und stützt Dich mit geballten Fäusten in der Font auf dem Schnee ab. Fällt Du nach hinten über, gehst Du ebenfalls in die Knie und rollst Deinen Rücken ein. Auf diese Weise verringerst Du die Kontaktfläche auf dem Schnee und rollst Dich ab. Bist Du gestürzt, heißt es wieder aufzustehen. Das gelingt am Besten, wenn Du Dein Snowboard so nah wie möglich zum Körper ziehst und Dich ruckartig und kräftig mit den Armen hoch drückst.

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