Snowboard-Ratgeber

Mit dem richtigen Snowboard den Schnee erobern

Snowboarden ist Kult. Wer den lässigen Wintersport noch nicht beherrscht, sollte daran schleunigst etwas ändern. Es winken einzigartige Adrenalinkicks beim Gleiten über eisige Pisten, im pudrigen Tiefschnee des Backcountry, bei Bergtouren mit rasanten Abfahrten oder in herausfordernden Pipes. Vor dem praktischen Vergnügen gilt es jedoch, das passende Snowboard zu kaufen. Wichtige Tipps dazu liefert dir unser Beitrag!

Anfänger oder Fortgeschrittener – das ist hier die Frage

Die gute Nachricht vorweg: Obwohl das Spektrum an erhältlichen Boards mittlerweile beinahe grenzenlos scheint, ist es nicht allzu schwierig, recht schnell ein Brett zu finden, das den eigenen Anforderungen zu 100 Prozent entspricht. Als Anfänger solltest du unbedingt ein Allmountain Snowboard bevorzugen. Bist du schon fortgeschritten, sind ein paar Überlegungen mehr zu treffen – aber solche, die Spaß machen.

Allmountain Snowboard für Einsteiger

Für die ersten Schritte in die Welt des Snowboardens ist ein Allroundermodell optimal. Deshalb empfiehlt sich ein Allmountain Board, mit dem du alles kennenlernen kannst, was der dauertrendige Wintersport an Möglichkeiten zu bieten hat. Ob klassische Piste, Tiefschnee oder Pipe bzw. Kicker: Das Allmountain Brett ist so gestaltet, dass es überall gut funktioniert.

Zudem weist es Eigenschaften auf, die Anfängern entgegenkommen – zumindest, wenn du beim Kauf auf manche Dinge achtest. Sinnvoll sind

  • ein Directional Twin Tip Shape und
  • ein weicher Flex.

Beim Directional Twin Tip Shape ist die Bindung nicht ganz mittig, sondern leicht nach hinten (Richtung Tail) versetzt. Das hat den Vorteil, dass du auch bei tieferem Schnee genügend Auftrieb bekommst und nicht stecken bleibst. Ein weicher Flex (also ein möglichst elastisches Board) ist sehr drehfreudig und gleicht Fehler ziemlich nachsichtig aus, was Einsteigern das Üben logischerweise erleichtert.

Die freie Wahl für geübte Snowboarder

Als geübter Snowboarder genießt du alle Freiheiten, was die Wahl deines neuen Bretts betrifft. Letztlich hängt hier alles von deinem (gewünschten) Riding Style ab. Willst du weiterhin verschiedenste Gefilde mit einem Board abdecken oder dich spezialisieren? Im erstgenannten Fall bist du mit einem Allmountain Snowboard nach wie vor am besten beraten. Strebst du hingegen an, dich auf ein “Genre” zu fokussieren, warten Freeride und Freestyle Bretter sowie Splitboards zum Tourengehen. Nachfolgend erfährst du die wesentlichen Merkmale dieser Varianten.

Allmountain Snowboard

Fortgeschrittene, die sich weiterhin alle Türen offen halten möchten, bleiben einfach bei einem Allmountain Snowboard. Im Gegensatz zu einem Anfänger kannst du als erfahrener Snowboarder aber gut und gerne ein Modell mit härterem Flex wählen, vor allem, wenn du zunehmend aufs Tempo drücken willst. Höhere Geschwindigkeiten lassen sich mit einem weichen Board nämlich bei weitem schwieriger kontrollieren. Aus diesem Grund sollten Einsteiger immer behutsam an die Sache rangehen.

Freeride Snowboard

Hast du nach vielen Ausflügen mit deinem Allmountain Snowboard keine Lust mehr auf “halbe Sachen”, sondern das Bedürfnis, ganz und gar mit dem idyllischen, geheimnisvollen Backcountry zu verschmelzen, ist ein Freeride Board das richtige Brett für dich. Vom Aufbau ähnelt es oft dem Allmountain Board (Directional Twin Tip Shape). Allerdings kommt es etwas länger und breiter daher als der Allrounder. Zudem sind Freeride Snowboards von Natur aus ziemlich weich, sodass sie sich im Tiefschnee leicht manövrieren lassen.

Tipp: Ein Freeride Snowboard mit Directional Twin Tip Shape funktioniert auch auf normalen Pisten sehr gut. Für die komplette Vertiefung (im wahrsten Sinne…) ins Backcountry wählst du eine Ausführung mit Tapered Shape, das sich durch die Verjüngung des Bretts Richtung Tail auszeichnet und das wunderbare Fahrgefühl im Powder noch einmal intensiviert.

Freestyle Snowboard

Trickverliebte, die ihr Können in den Pipes und Kickern unseres Planeten unter Beweis stellen möchten, brauchen früher oder später unbedingt ein Freestyle Snowboard. Einfachere Kunststücke sind zwar auch mit Allmountain und Freeride Boards möglich, sobald es komplexer wird, versagen die Modelle jedoch. Somit kaufst du dir als ambitionierter Schneekünstler am besten ein hochwertiges Freestyle Snowboard. Die typischen Merkmale eines solchen Bretts im Überblick:

  • symmetrischer Shape (Nose und Tail identisch)
  • extrem weicher Flex (für perfekte Drehfreudigkeit)

Hinweis: Es gibt auch Freestyle Snowboards mit Directional Twin Shape. Damit bist du nicht vollständig auf Pipes, Kicker und Parks angewiesen, sondern auch im Powder trickreich unterwegs. Allerdings erschwert es die Durchführung anspruchsvollerer Stunts in der Pipe. Die konkrete Entscheidung hängt also vornehmlich davon ab, was dir wichtiger ist: mehr Freiheiten beim Tricksen oder größerer Spielraum, was die Gefilde betrifft.

Splitboard (Tourengehen)

Der neueste Hit unter den Snowboards sind sogenannte Splitboards. Mit einem solchen Brett kannst du endlich das tun, worum viele Snowboarder Skifahrer lange Zeit beneideten: ohne irgendwelche Einschränkungen und unnötigen Mühen Tourengehen erleben. Das Konzept ist so einfach wie genial: Um den Berg zu erklimmen, trennst du das Splitboard in zwei skiartige Bretter, schnallst sie an deine Füße und schiebst dich mit Stöcken den mehr oder weniger steilen Weg hoch. Oben angekommen, fügst du die Teile wieder zusammen und fährst auf dem Snowboard den Hang hinunter.

Praktisch: Splitboards sind als Allmountain, Freeride und auch Freestyle Bretter verfügbar. So hast du auch hier wieder die Möglichkeit, das Board exakt an deine Wünsche und Anforderungen anzupassen. Übrigens brauchst du dir hinsichtlich Stabilität keine Sorgen zu machen. Splitboards stehen anderen Brettern in nichts nach.

Grundsätzlich wichtige Kriterien für den Snowboard-Kauf

Die elementare Typfrage ist nun ausführlich geklärt. Daneben spielen beim Kauf eines Snowboards noch ein paar allgemeine Dinge eine wichtige Rolle, nämlich Länge, Breite und maximales Belastungsgewicht des Bretts.

Länge

Dein neues Snowboard muss immer mindestens so lang sein, dass es knapp unter deinem Kinn endet. Über deine Nase sollte es aber nicht hinausgehen. Ob ein tendenziell längeres oder kürzeres Modell besser passt, hängt vom Boardtyp ab: Freestyle Boards sind kürzer, Freeride Varianten hingegen länger als Allmountain Snowboards.

Tipp: Anfänger greifen besser zu einem kürzeren (Allmountain) Board. Es erhöht die Drehfreudigkeit.

Breite

Welche Schuhgröße hast du? Diese Frage ist in Bezug auf die benötigte Breite des Boards bedeutsam. Je größer deine Füße, desto breiter muss das Brett sein. Deine Boots dürfen unter keinen Umständen über das Snowboard hinausreichen. Ansonsten werden sie beim Fahren zum Hindernis.

Belastungsgewicht

Obwohl es eigentlich logisch ist, vergessen manche zu prüfen, ob das bevorzugte Brett einen überhaupt tragen kann. Beachte also immer die Herstellerangaben zum maximalen Belastungsgewicht und kauf dir ein qualitativ hochwertiges Snowboard, das jedes deiner Kilos aushält.

Stylische Designs für jeden Geschmack

Der schönste Teil der Auswahl eines neuen Snowboards ist, die Designs zu betrachten und miteinander zu vergleichen. Du darfst dich über eine gigantische Vielfalt freuen. Von klassisch gestalteten Boards in Schwarz, Weiß oder Silbergrau über bunt gemusterte Varianten bis hin zu Versionen mit bestimmten Motiven aus der Szene ist wirklich alles Mögliche dabei. Tolles Feature: Snowboards für Damen präsentieren sich zum Teil in weiblich angehauchten Looks. Somit müssen Ladies auch beim coolen Boarden nicht darauf verzichten, ihre Femininität bis ins Detail zu leben.

Ergänzendes Equipment nicht vergessen

Getreu dem Motto “Ein Snowboard kommt selten allein” solltest du zum Brett (bei Bedarf) auch gleich das sonstige Equipment dazubestellen. Dazu gehören vor allem

  • passende Bindungen (wenn nicht enthalten),
  • Helm und Rückenprotektor zu deinem Schutz und
  • geeignete Snowboardkleidung.

Tipp: Fürs Tourengehen brauchst du noch ein paar weitere Utensilien. Welche genau, erfährst du in der Splitboard-Kategorie der Boardbude. Klick dich rein, wenn du Details wünschst.

Fazit

Beim Kauf eines Snowboards zählt zunächst natürlich die Qualität. Nimm niemals ein Billigprodukt – damit setzt du nur deine Gesundheit aufs Spiel und/oder legst am Ende mehr hin, weil du das nichtsnutzige Ding bald austauschen musst. Darüber hinaus sind dein Status (Anfänger versus Fortgeschrittener), dein Riding Style sowie allgemeine Merkmale wie Länge, Breite und Belastungsgewicht entscheidende Kaufkriterien. Jetzt bist du im Bilde und kannst in Ruhe nach geeigneten Snowboards suchen, ehe du dem Schnee mit deinem neuen Begleiter zeigst, wo’s langgeht!

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