Kite Ratgeber

Kitesurfen bei wenig Wind Leichtwindsession

Wer einmal mit dem Kitesurfen begonnen hat, der sehnt die Tage förmlich herbei, in denen der Wind den Ritt auf den Wellen möglich macht. Schwierig wird es jedoch, wenn der angekündigte Wind nur ein flaues Lüftchen ist. Dabei gibt es durchaus Möglichkeiten, um auch bei leichtem Wind zu kiten. Mit der richtigen Ausrüstung und etwas Know-how lässt sich auch eine kleine Brise ausnutzen, um das Wasser zu erobern.

Wie viel Wind braucht es zum Kiten?

Diese Frage lässt sich pauschal nicht beantworten, denn letzten Endes spielen unterschiedliche Faktoren eine Rolle. Auf der einen Seite ist es stark von deinem Körperbau abhängig. Bist Du eher groß und kräftig gebaut, so wirst Du etwas mehr Wind benötigen, als leichte Surfer. Darüber hinaus gibt es durchaus Unterschiede mit Blick auf das Material. Speziell angefertigte Kites sowie Boards sind leichter und fangen mehr Wind ein.

Somit ist es möglich, dass leichte Athleten mit einem Gewicht von nur 60 oder 70 Kilogramm schon bei weniger als zehn Knoten Höhe ziehen können. Auch spielt der Spot bei geringem Wind eine entscheidende Rolle. Sofern es dir möglich ist, frei zu wählen, an welchen Spots Du bei leichtem Wind kiten willst, solltest Du immer das offene Meer bevorzugen. Der Grundwind ist hier in fast allen Fällen gleichbleibend, während die Thermik sogar dazu beitragen kann, dass stärkere Böen eintreffen und das Kiten erleichtern.

Bei Spots in Binnengewässern besteht diese Chance hingegen nur selten. Stattdessen finden sich hier häufig wechselnde Windbedingungen. Dadurch kommt es hin und wieder zu Phasen, in denen der Wind zu schwach wird, um Höhe ziehen zu können.

Das richtige Material wählen

Zwar hast Du keinen Einfluss auf das Wetter, allerdings kannst Du deine Ausrüstung entsprechend anpassen, um auch bei ungünstigen Windverhältnissen auf das Board zu steigen. So gibt es mittlerweile viele Anbieter, die spezielle Kiteboards sowie Kites anbieten, deren Eigenschaften auf flaue Winde zugeschnitten sind. Dies wird erreicht, indem die Hersteller versuchen, sowohl Kite als auch Board möglichst leicht zu gestalten. In der Folge liegt das Gesamtgewicht unter dem einer herkömmlichen Ausrüstung, wodurch es für dich einfacher wird, auch bei schwachem Wind Höhe zu
ziehen.

Um einen geeigneten Kite auszumachen, solltest Du daher darauf achten, dass er verschiedene Eigenschaften erfüllt. Zunächst einmal spielt dabei die Größe eine tragende Rolle. Um bei wenig Wind kiten zu können, sollte der Kite mindestens 15 m² Fläche aufweisen. Gehörst Du eher zu den schwereren Sportlern jenseits der 80 Kilogramm, so empfiehlt sich sogar eine Fläche von 17 m².

Darüber hinaus zeichnet sich ein guter Leichtwindkite dadurch aus, dass er sehr früh losgeht und trotzdem stabil auf Windlöcher reagieren kann. Um ein möglichst stabiles Flugverhalten bei leichtem Wind zu erreichen, sollte der Kite eine dicke Fronttube besitzen. Zu beachten gilt es dabei, dass eine dicke Fronttube auf der anderen Seite auch zusätzliches Gewicht bedeutet, wodurch die Performance minimiert wird. Folglich ist eine dicke Fronttube eher für Anfänger geeignet. Wer bereits mehr Erfahrung auf dem Wasser besitzt, der kann sich auch an einem Strutless Kite versuchen. Die Performance ist deutlich besser, da der Kite weniger Gewicht besitzt.

Während Du bei den Kites mit steigender Erfahrung unterschiedliche Typen austesten kannst, ist der Spielraum bei Kiteboards deutlich geringer. Zwar sorgen ein hoher Flex sowie ein üppiger Rocker bei viel Wind auch für viel Spaß, bei einer Leichtwindsession stehen sie dir jedoch mehr im Weg, als dass sie dir nützen.

Aus diesem Grund solltest Du bei der Wahl deines Leichtwind Kiteboards auf verschiedene Aspekte achten. Schon bei der Shape gilt es, auf eine konkave Outline zu setzen. Die Performance nimmt dadurch zwar ein wenig ab, jedoch unterstützt die Outline auf diese Weise die Leichtwindeigenschaften. Ebenso darf die Boardbiegung nicht zu stark ausfallen, um möglichst viel Auflage auf dem Wasser zu bieten. Um das Set-up für eine Leichtwindsession abzurunden, sollte das Board darüber hinaus keinen weichen Flex besitzen, da dieser zu viel Energie absorbiert.

Kite Foil Rennen bei wenig wind

Als Alternative zu regulären Kiteboards haben sich zuletzt auch Hydrofoil Boards in den Vordergrund gedrängt. Da lediglich das Hydrofoil im Wasser liegt, wird der Widerstand verringert, wodurch Kiten auch bei weniger als zehn Knoten ermöglicht wird. In Kombination mit hochwertigen Leichtwindkites lässt sich der Effekt noch verstärken.

Während das Kiten mit normalen Leichtwindkites etwas langsamer ausfällt, sorgt die Kombination aus Hochleistungsleichtwindkites und Hydrofoil Boards für sehr viel Spaß bei wenig Wind. Allerdings bedarf das Handling der Hydrofoil Boards jede Menge Erfahrung, weshalb insbesondere Anfänger hiervon zunächst Abstand nehmen sollten. Erfahrene Kitesurfer hingegen können ihr Repertoire auf diese Wiese ergänzen und selbst bei schwachen Winden viel Fahrt aufnehmen und Höhe machen.

Darauf solltest Du achten

Kitesurfen bei wenig Wind ist generell nicht sehr einfach. Noch komplizierter wird es allerdings, wenn die entsprechende Erfahrung auf dem Board fehlt. Daher ist es ratsam, zunächst so viel Erfahrung wie möglich auf dem Board zu sammeln. Je mehr Erfahrung Du darin hast, den Wind richtig einzuschätzen und den Kite nicht auszubremsen, desto eher kommst Du auch bei leichtem Wind in Fahrt und machst Höhe.

Sicherlich kann und wird es vorkommen, dass Du während einer Leichtwindsession die Kontrolle verlierst, da der Wind kurzzeitig aussetzt. Entsprechend ist es essenziell, dass Du windige Tage dafür ausnutzt, um Sinuskurven, Loops und den Relaunch zu üben.

Noch wichtiger ist allerdings, dass Du dich mit dem Wind vertraut machst. Erfahrene Kiter wissen, dass es nicht nur auf die Windstärke, sondern auch auf die Windrichtung ankommt. Einige Windrichtungen sind selbst bei gutem Wind schwer zu handhaben, da sie dich weit auf das Wasser oder an Land ziehen können.

Für eine Leichtwindsession eignen sich aus diesem Grund vor allem side-shore sowie side-on-shore Winde. Beim side-shore handelt es sich um einen parallel zum Strand verlaufenden Wind, bei dem kaum ein Risiko besteht, weit auf das Wasser oder an Land gezogen zu werden. Ideal ist aber ein schräg auflandiger Wind, der side-on-shore. Sollte der Wind plötzlich komplett abflauen, so gehst Du dabei keine Risiken ein, dich weit draußen auf dem Wasser wiederzufinden. Auch auflandiger Wind kein bei einer Leichtwindsession durchaus genutzt werden. Während er bei böigen Winden die Gefahr birgt, den Kiter ans Ufer zu ziehen, besteht dieses Risiko bei leichtem Wind hingegen kaum.

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